5.8.06

Nur einkaufen ist schöner

Vriendjes, gerade entdeckte ich eine Website, die mir toll gefiel: Der Shopblogger
Ich gehe ja gerne in Supermärkte und in diese Blog kann man viel lustiges und viele Informatie aus die Supermarktwelt lesen. Ich war erstaunt, dass eine Mann diese netten Einträge schreibt - schliesslich hat Frau de Mol als Einkaufs-Expertin in jahrelange Erfahrung erforscht, dass kluges Supermarkt-Einkaufen nicht auf die Y Chromosom vorhanden ist. Na da komme ich gleich drauf zurück, aber zuerst zu die unterhaltsame Shopblogger: nach dem Lesen von zig Artikeln merkte auch ich blond-verspätet, dass der junge Mann in eine Supermarkt arbeitet! Das wiederum ist voll in Ordnung...wenn ich etwas in die Supermarkt finden muss, frage ich immer eine männliche Verkäufer, denn das sind meist Herren, die eine liebevolle Beziehung zu ihre Filiale und vor allem den toll sortierten Produkten haben. Wenn man Glück hat, trifft man sogar auf einen, der glaubt, er sei toll zum Dienen geboren - neulich schleppte mir einer ganz freudig 2 Kisten Wasser von gaaaaanz hinten aus die Lager bis gaaanz vorne an die Kasse.
Aber ich weiche schon wieder ab - also der Shopblogger ist toll an der Quelle von die Informationen und Insiderstorys und eine Freude zu lesen für jede Profi-Einkäuferin.
Männer als Supermarkt-Einkäufer sind aber eine ganz andere Sache. Das geht gar nicht! Als tolle Köchin und noch tollere Esserin und dazu noch Schnäppchenjägerin und leidenschaftliche Käuferin von billig-Kosmetikartikeln, lasse ich mir gerne viel Zeit in die Supermarkt. In Klamottenläden rausche ich rein und raus (meine Garderobe ist also etwas beschränkt!). In die Supermarkt gehe ich am liebsten, wenn ich ausgeschlafen bin und 1-2 Stunden Zeit habe. Leider bedeutet das, dass ich Samstags diese Genuss nachgehen muss... Am liebsten so um 11 Uhr 30 herum. Auch leider tummeln sich an die Samstage immer viele Männer in die Gänge herum. Sie sind zwischen 20 und 45 und entweder Singles oder aus eine Männer WG oder wurden von ihre Frau dazu verdonnert, auch mal etwas für die Haushalt zu tun. Und diese Frauen wissen, warum sie zuhause bleiben. Es fängt schon an die Eingang an: die Herren schnappen sich eine Einkaufswagen . Dann gehen sie durch diese Metall-Drehdinger und bleiben 30cm direkt dahinter stehen, um sich erstmal zu orientieren oder mit die WG Mitbewohner zu besprechen, was man hier eigentlich will! Alle dahinter bleiben dann stecken und man muss erst Hallo, weitergehn! rufen, damit sie sich weiter bewegen. Unsereins bewegt sich toll geschmeidig mit die Wagen durch die Gänge, wir weichen anderen aus, inkl. Kinderwagen und Angestellten, die Paletten mit Gabelstapler herumfahren. Die Durchschnittsmann kann den Einkaufswagen nicht steuern - denn es hat ja keine Motor oder Gaspedal! In Schlangenlinien irrt er zwischen die Regale herum. Spätestens an die Käsetheke rammt dir Samstags dann einer den Wagen in die Hacken. Intellektuelle Feinschmeckertypen sind an die Käsetheke ein Graus, denn sie wollen immer die Sorten haben, die die Käseverkäuferin erst anschneiden muss oder sie stellen Fragen nach die Konsistenz von die französischen Ziegenkäse aus Le Bla de Bleude... Gott sei Dank sind diese Typen selten, denn die kaufen ja lieber in die Feinkostladen ein. Der normale Mann geht natürlich gerne an die Wurst und Fleisch Theke. Und da zeigt sich, dass er zwar gerne Fleisch ist, aber die Auswahl ihn überfordert - denn er holt immer da die Einkaufszettel raus. Da ihm die ganze Prozedur von anstehen und dann von Muttis Zettel abzulesen unangenehm ist, bellt er meist seine Wünsche zu die Verkäuferin hinüber - Schwule und Psychotherapeuten sind natürlich ausgenommen - und beantwortet die Frage: es sind 100 Gramm mehr, ist das in Ordnung? mit eine ganz ungeduldige schroffe Ja, Ja! Danach kein Danke oder schönen Tag noch - die Supermarktetikette kennt er nicht.
Zur Freude der Männer gibt es nun in Supermärkten diese neuen Flaschenrückgabemaschinen. Toll ! Technik! Wenn ich da in alle Gemütlichkeit meine Flaschen einführe, höre ich das ungeduldige Brummen hinter mir: wird das heute noch was?! Klar wir können nicht Auto fahren, da liegt es nah, dass wir so schlecht Flaschen einführen, wie wir einparken.
Ich überspringe nun die Abteilungen Gefrierfach, Getränkeregal, Milchprodukte etc etc und komme einfach gleich zur Kasse. Da ist der Mann - zumindest der allein einkaufende Single - wohl so erleichtert, dass es gleich vorbei ist, dass er meint mit die Kassiererin endlos zu reden. Oder vielleicht sucht er nur eine Date für seinen einsamen Samstag Abend. Ein Scherz da, ne Zote hier, 30 Leute hinter mir! Endlich ist er abserviert und packt seine Sachen ein, aber natürlich steht wieder die Einkaufswagen so, dass daneben auf die zweite Hälfte von die Kasse niemand hinpasst - sprich ich, denn ich habe schon bezahlt, wenn er noch die Tüten füllt. Und zu gute Letzt triffst du ihn dann in die Tiefgarage wieder, wo er gerade aus eine Frauenparkplatz ausparkt!
Ich habe schon überlegt mir ein paar Stunden an eine Wochentag frei zu nehmen, um dort toll in Ruhe einzukaufen, aber wie ich hörte, gibt es da dann die Probleme mit die Rentner, da komme ich ja von die Regen in die Traufe. So bleibe ich also bei Samstag und schreibe weiter Bittbriefe an die ARD, dass die Sportschau doch bitte schon Samstags um 11 Uhr 30 gesendet werden soll.

SONG OF THE DAY: STAND BY YOUR MAN, HEIKE MAKATSCH

Kommentare:

Kitty Hunter hat gesagt…

Ja Frau de Mol, genau so ist es!! Ich bin Ihre Leidensgenossin! Und auch eine leidenschaftliche Supermarkt-Shopperin. Und alles, was Sie schreiben stimmt. Ich selber bekommen ja immer die Rentner ab. Das ist die aller aller schlimmste Einkäufergruppe. Ich möchte am liebsten mit meiner Wasser-Pumpgun losziehen und aufräumen in den Supermärkten. Wehrt Euch Schwestern, gegen schlechtes Benehmen!!

Sharron de Mol hat gesagt…

frau hunter, eine bezaubernd tolle idee - wie in die alte zeiten als ich noch sehr jung und nicht so faul war: eine aktionsgruppe! die shopping mafia oder so... wäre vielleicht auch eine schöne anregung für ihre schreibende bekanntschaft mal eine tiefgründige krimi zu schreiben. so etwas wie damals in die 80er der film: "die stille um christine m"... ich melde mich jetzt schon für eine exemplar an! groetjes.

Agrippina hat gesagt…

*kreisch* ist das ein lustiger bericht!!